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Schlechte Tage haben ihre Daseinsberechtigung, wie alle anderen Tage auch. Ich bin trotzdem froh, wenn sich diese Tage oder Momente nicht in die Länge ziehen. Mit meinen 3 Tipps für den Alltag schaffe ich es, je nach Stimmung natürlich, mich wieder aufzuheitern. Und das kannst du auch. 😊

Die wirklich doofen Tage

Wir alle kennen sie, „schlechte“ Tage. Und viele fürchten sich regelrecht vor ihnen. Was tun, wenn alles schiefgeht? Wenn das Gedankenkarussell anspringt und uns droht, in den Abgrund zu stoßen? Wo wir dann für eine Weile herumdümpeln und uns mit Mühe wieder herauskämpfen müssen, wofür uns manchmal einfach die Kraft fehlt. Natürlich ist nicht jeder schlechte Tag so dramatisch, manchmal haben wir einfach nur die Bahn verpasst und ärgern uns. Das ist in der Regel nicht weiter schlimm. Hier möchte ich nun aber über die Tage schreiben, die wirklich doof sind. Und was ich an den Tagen tue, denn ich habe mir in den letzten Jahren ein paar sichere Vorgehensweisen angeeignet, die mir helfen.

1. Tue etwas Unerwartetes

Manchmal, wenn ich keinen Antrieb habe, was durchaus vorkommt, ohne dass es irgendeinen bestimmten Grund dafür geben muss, werde ich traurig oder schlecht gelaunt. Das Ganze ärgert mich dann noch mehr, da ich keinen Grund dafür finde. Natürlich gibt es auch mal Gründe, ganz gleich, warum ich mich „schlecht“ fühle, wenn es zu schlimm wird, möchte ich diesen Umstand gerne ändern. Was sich im Laufe der Jahre bewährt hat, ist eine gewisse Spontanität. Eigentlich ist der Tag schon so gut wie rum? Egal. Ein nicht geplantes, unerwartetes Abendessen im Lieblingsrestaurant hilft ganz sicher. Es ist noch früher am Tag, vielleicht sogar Samstag? Dann auf geht’s, ein Ausflug ins Umland, ein Street Food Festival oder ein Museumsbesuch bringt mich wieder auf andere Gedanken. Etwas, das nicht für diesen Tag vorgesehen war, schafft es in der Regel immer, mich völlig zu überrumpeln, im positiven Sinne. Ein Beispiel hierzu:

Es war einmal ein Tag, an dem war ich nicht gut drauf, ich wurde schnell mürrisch und wollte dem Abhilfe verschaffen, denn so wollte ich den Tag nicht beenden. Es stand nichts mehr an, außer das Abendessen vorzubereiten. Ich sprach mit meinem Mann darüber, ich war ganz ehrlich und zusammen beschlossen wir, einen langen Spaziergang zu machen und am Ende ins japanische Restaurant zu gehen, um ganz viel Sushi zu essen. Auf dem Rückweg holten wir uns einen Becher Eis und schauten zu Hause beim Vertilgen einen Film. Es war mitten in der Woche. Es wurde ein pompöser Abend und vor allem einer mit unerwartetem Ausgang. So können wir aus zeitlichen Gründen nicht alle Abende handhaben, aber in diesem Fall war es goldrichtig. Der Spaziergang (das Wetter war sonnig) brachte mich gleich in eine bessere Stimmung. Die frische Luft, die Vögel um uns herum, alles heiterte mich auf. Das Essen sowieso und das Eis zum Nachtisch, samt Film, taten der Seele gut. Es war ein lustiger Film, das musste es auch sein, was Trauriges oder allzu Ernstes wäre kontraproduktiv gewesen. Natürlich fällt es einem nicht immer leicht, wenn man in einer „schlechten“ Stimmung ist, sich aufzuraffen, das ist verständlich und in Ordnung. Bei mir hilft allerdings oft die unerwartete Beschäftigung. Für andere Tage halte ich es aber auch so wie viele andere.

2. Nichts tun

Kommen wir nun zum 2. Tipp. Ich deutete es eben schon an, manchmal kann man sich einfach nicht aufraffen. Dann sollte man dies akzeptieren und zu allem „Nö“ sagen. Auch hier spreche ich mit meiner Familie. Sage meinem Mann und meiner Tochter, dass mit mir heute nicht mehr viel los ist. Und das ist auch in Ordnung so. Dann bin ich eben raus und ziehe mich zurück. In der Regel geht es dann ins Bett oder auf die Couch. Abendpläne werden gestrichen, ich mach mir ’ne Stulle und das reicht. Ich will nichts Besonderes mehr erleben, kein fancy Abendessen haben oder sonst was. Vielleicht schaue ich eine Serie, vielleicht eine, die schöne Erinnerungen weckt. Oder ich schaue mir auf dem Handy bei YouTube Videos an über England, Japan oder Einrichtungsvideos. Einfach Dinge, die bekannt sind und nicht so viel Aufmerksamkeit erfordern. Lesen oder andere Dinge für den Kopf fallen meistens aus, da mein Kopf die meiste Zeit im „Off“-Modus ist. Solche Abende kamen schon ab und an vor. Nicht immer möchte ich sie allein verbringen, manchmal frage ich meine beiden, ob wir zusammen einen Film schauen möchten. Dann liegen wir zu dritt gemütlich auf dem Sofa und lassen die Seele baumeln bei bunten Bildern auf der Leinwand. Ganz wichtig ist hierbei, dass alles andere warten kann. Keine Abläufe für den nächsten Tag im Kopf durchzuspinnen oder Pläne für das kommende Wochenende zu machen. Es gibt nur diesen Moment des Nichtstuns. In dieser Zeit sammelt mein Körper wieder Kraft und mein Geist kann sich ausruhen.

3. Beschäftigung mit den Lieblingshobbys

Nun gibt es auch noch die wohl bekannteste und einfachste Form, um sich wieder fröhlich zu stimmen: sich mit seinen Lieblingshobbys beschäftigen. Es ist nicht verkehrt, da eine kleine Liste parat zu haben, wo die Dinge draufstehen, die man am liebsten macht und die sich an „schlechten“ Tagen bewährt haben. Wenn man nämlich down ist, kann es schwerfallen, einen guten Einfall zu haben, was von all den Interessen jetzt helfen könnte. Man nehme also die Liste vor und wählt aus. Ein Bild malen oder ausmalen zum Beispiel, zusammen mit einem Hörspiel. Die Stimmen der Protagonisten und deren Geschichten entführen sofort in eine andere Welt und das Bild, das noch nicht fertige Kunstwerk, zwingt uns, mit unserer ganzen Aufmerksamkeit da zu sein. Den Fokus nicht zu verlieren und nicht dahin zu lenken, wo unsere Stimmung noch schlechter wird. Auf meiner Liste stehen also zum Beispiel Dinge wie Ausmalen, Hörspiele, Puzzeln, einen Bildband ansehen und Backen. Etwa ein abgespeichertes Rezept auszuprobieren und später das Ergebnis (hoffentlich) genießen zu können, bringt mich dazu, auch noch stolz auf meine Produktivität zu sein. Am Ende freue ich mich über das Ergebnis. Das fertige Puzzle, das Bild, die Kekse. Alles Ergebnisse, die mich freudig stimmen. Auch hier kann es sein, dass ich meine Familie mit einbeziehe. Vielleicht malen wir zusammen? Wichtig bei dieser Variante ist es, dass die Dinge einfach umzusetzen sind. Wenn das Hobby jetzt Freeclimbing ist, dann ist es schwer, das fix umzusetzen, es sei denn, man wohnt neben einem Berg. 😊 Man sollte sich hier bewusst auf die Dinge beschränken, die einem Freude machen, helfen, sich zu fokussieren und in der Gegenwart anzukommen, und die leicht in der Umsetzung sind. Sonst wird es eher frustrierend.

Niemand kann 24/7 gut drauf sein

Seine Mitmenschen, wenn man denn nicht allein wohnt, nicht im Dunkeln zu lassen, ist für mich persönlich sehr wichtig. Wenn ich mich mitteile, verstehen meine Liebsten mich und geben mir die Möglichkeit, mich zurückzuziehen, oder helfen mir, mich wieder aufzumuntern, indem wir zusammen etwas unternehmen oder sie mich einfach nur umarmen. Das kann bereits Wunder wirken. Mürrisch zu werden und andere darunter leiden zu lassen, sehe ich weniger als Option an. Oder wenn ich schon mürrisch bin, soll mein Umfeld wissen, dass es nicht an denen liegt, sondern ganz allein an mir. 😊 Niemand kann 24/7 gut drauf sein, jeder hat gute und weniger gute Tage. Vielleicht etwas Selbstmitleid zu haben, finde ich in Ordnung, solange man darin nicht verweilt. Nach einer gewissen Zeit sollte der Heilungsprozess stattfinden und wir sollten etwas unternehmen, um uns daraus zu helfen. Was sonst? Mich abzulenken mit schönen Ereignissen hilft mir am besten. Manch einer stürzt sich in die Arbeit, das kann auch helfen. Projekte generell. Heimwerken, ein Buch schreiben oder Sonstiges. Hauptsache weg von den negativen Gedanken. Ich meine natürlich nicht Probleme, die gelöst werden müssen, wo man nicht drumherum kommt. Die sollen nicht einfach ignoriert werden, weil man keine Lust darauf hat. Ich meine „schlechte“ Tage, die oftmals ganz ohne unser Zutun entstehen. Die uns ohne Vorwarnung treffen und auf deren Geschehnisse wir keinen Einfluss haben. Sehr oft sorgen andere Menschen dafür, dass wir uns schlecht fühlen. Kommentare, Situationen, die unangenehm waren und uns runterziehen und beschäftigen. Nein. Wir selbst sollten uns da wieder herausholen. Oder es ist eben die Melancholie, die von uns Besitz ergreift. Wie dem auch sei, wir können entscheiden, wie wir damit umgehen. Und wir sollten immer vor Augen habe: Das geht vorüber! 😊

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