








Basics im Alltag, sei es die Handseife oder der Kugelschreiber, stehen des Öfteren im Verruf, uninteressant zu sein, sie werden als allgegenwärtig wahrgenommen. Dabei sind sie essenziell wichtig für uns, denn wie wäre unser Alltag ohne sie? Also warum ihnen nicht mehr Aufmerksamkeit schenken! Was für mich Basics im Alltag sind und wie ich sie mir verschönere, habe ich hier etwas genauer aufgeführt.
Wir suchen uns aus, was wir brauchen
Wir alle haben sie, die sogenannten Basics in unserem Leben. Seien es unsere weißen T-Shirts, die ein Muss sind, unsere liebsten Pflegeprodukte, die einfach immer da sein sollten, damit wir uns wohlfühlen und so weiter. Viele Basics sind für mich einfach Dinge, die wir uns ausgesucht haben zu „brauchen“, wenn man es so sagen darf. Denn was „braucht“ der Mensch denn wirklich? Wahrscheinlich gar nicht so viel, und alles andere ist on top. Und da gibt es dann Dinge, auf die wir wiederum verzichten könnten, aber eben auch Dinge, auf die wir nicht verzichten wollen (und können). Und unter diesen Dingen finde ich meine Basics für den Alltag, welche ich gerne so ansprechend wie möglich für mich gestalten möchte. Gezielt halte ich Ausschau nach ihnen. Auf ein paar von meinen Basics möchte ich hier eingehen und zeigen, wie ich mir dadurch den Alltag versüße. 😊
Die Schale voll Matcha
Ich trinke seit einigen Jahren sehr gerne Matcha, vorwiegend als Latte mit Hafermilch. Das Getränk, und vor allem die Zubereitung dessen, ist für mich zu einem wichtigen Ritual geworden. Für die einzelnen Schritte nehme ich mir Zeit und genieße sie, besonders den Duft und die Farbe des Matcha. Zu diesem Ritual gehören ein paar Dinge: die Teedose, in der das Matcha-Pulver ist, die Schale, in die ich das grüne Pulver gebe und es mit einem Bambusbesen verrühre, und letztendlich auch meine Trinkschale. Und diese habe ich mir sorgfältig ausgesucht. Ich hielt immer mal wieder Ausschau nach Schalen, die mir gefallen, und vor einem Jahr machte es dann klick, als ich gerade in einem meiner liebsten Cafés saß und sie sah. Eine selbst gemachte Matcha-Schale aus Keramik von einer lokalen Künstlerin, einer Freundin der Café-Besitzerin. Sie durfte ihre Werke dort ausstellen und verkaufen. Da schlug ich zu. Jedes Stück ein Einzelstück. Die Farben sind wunderschön. Pastelltöne, von Rosa über Grün bis Blau. Die Farbenpracht fügt sich zusammen in dieser einen Schale. Sie liegt gut in der Hand und hat die perfekte Größe. Natürlich schmeckt der Matcha nicht besser aus daraus, wenn wir mal ganz ehrlich sind, und wenn doch, mag das reine Kopfsache sein. Es macht mir schlichtweg mehr Spaß, aus dieser Schale zu trinken. Und darauf kommt es an!
Englisches Pottery und Scones passen perfekt zusammen
Weitere Basics aus der Küche sind das Geschirr. Auch da wollte ich etwas haben, das mir besonders gut gefällt, etwas, das ich immer hegen und pflegen werde. Meine Gedanken wanderten nach Großbritannien, da ich eine Vorliebe für die Insel habe, was die Geschichte angeht, für die Natur, die im Norden immer rauer wird, und auch für die Kultur, denn ich liebe die Teezeit und alles, was damit zusammenhängt. Und für die Teezeit sah ich mich nach neuen Basics um. Für ein schönes Stück Kuchen oder einen leckeren Scone (ein Gebäck, das traditionell mit Clotted Cream und Marmelade gegessen wird) wollte ich etwas Passendes finden. Und wie kann ich mir das besonders schön anrichten? Auf einem echten englischen Teller, verschnörkelt und verspielt. Ich stöberte im Internet und fand auf eBay Kleinanzeigen sechs Teller, original englisches Pottery, zu einem günstigen Preis zu haben. Da musste ich nicht lange überlegen. Das Nachmittagsgebäck von diesem Teller zu essen bereitet mir eine besondere Freude, es wertet das Kuchenstück für mich auf. Diese Feinheiten sind es, die mich beim Essen noch glücklicher machen. Dann noch einen Löffel, der mir gefällt, und eine schöne Teetasse dazu, und die Teezeit ist perfekt.
Der Hai und das Küken
Da ich auch mal gerne mit einem Stift schreibe, nicht nur auf einer Tastatur, habe ich mir ein niedliches Heft besorgt. Ich notiere mir gerne Ideen handschriftlich oder schreibe Monatsrückblicke auf, einfach um zu sehen, was ich alles geschafft und getan habe. Später lese ich dies gerne nach. Und in einem für mich ansprechenden Heftchen ist es einfach schöner. Mittlerweile schreibe ich in meinem zweiten dieser Art, das dritte liegt schon bereit. Meine Tochter und eine Freundin schenkten mir Stifte, die das Schreiben noch spaßiger machen, denn entweder schaut mir ein Hai (die Stiftkappe) beim Schreiben zu oder ein Küken. Das sind kleine Spielereien, Kleinigkeiten, manch einer würde sagen Kindereien. Aber das interessiert mich nicht, solange es mir Freude macht, ist es völlig in Ordnung. Meine Tochter schenkte mir übrigens auch einen von ihr selbst gestalteten Beutel mit einer Katze darauf, die in der Sonne entspannt. Ich liebe diesen Beutel sehr, wirklich immer, wenn ich ihn trage, muss ich erst einmal lächeln. Natürlich auch wegen der Geste meiner Tochter, ein Geschenk von den Liebsten zu bekommen, ist immer schön.
Die Figürchen finden ihren Platz im Teeregal
Apropos Geschenke von den Liebsten: Mein Mann hatte mir nach unserem Japanurlaub einige kleine Figuren geschenkt in Form von kleinen Göttern der Shinto-Religion. Ich hatte mir in Kyoto selbst so eine Figur an einem Automaten gezogen und fand sie unfassbar niedlich. Zu Hause war ich dann traurig, dass ich die anderen Figuren der Kollektion nirgends kaufen kann. Mein Mann schuf da Abhilfe, und nach und nach hatte ich alle aus der Kollektion zusammen. Einen Fuchs, eine Katze, ein Wildschwein und noch einige mehr. Er schenkte sie mir nicht auf einmal, alle paar Wochen, in den unterschiedlichsten Momenten, bekam ich eine weitere kleine Figur dazu. Jedes Mal war ich super glücklich. Diese kleinen Figuren gehören für mich zur Basic-Dekoration zu Hause dazu. Mittlerweile habe ich überall ein paar Figürchen zu stehen. Ganz unterschiedliche. Sie sind immer sorgsam ausgewählt worden. Eine steht an meinem Arbeitsplatz, einige in meinem Teeregal, eine sogar im Badezimmer. Ich denke, fast jeder hat etwas Dekoration im Heim zu stehen, und die meisten präferieren dabei irgendetwas. Die einen Kerzen, die anderen Porzellantassen. Ich eben Figuren.
Bürste, Socken und Co.
Nun gibt es noch so viel mehr. Zum Beispiel habe ich mir eine Handcreme gekauft mit einem für mich drolligen Motiv. Mein Rucksack ist unerlässlich für mich. Diesen mit ein paar Pins aufzuwerten, die ich in verschiedenen Ländern gekauft habe, hat mir viel Freude gemacht. Meine Halter für meine Essstäbchen (Hashioki), die ich beim Essen von japanischen Gerichten zu Hause immer neben dem Teller platziere, habe ich mit Liebe ausgesucht. Das Spiel kann man immer weiterspielen. Die Bürste, die Socken, das Geschirrtuch. Für alle liegt der Fokus auf etwas anderem, für alle ist etwas anderes besonders wichtig. Ich denke, es ist schön, wenn wir unseren Basics im Leben mehr Aufmerksamkeit schenken und sie mit Bedacht auswählen. Die normalen Dinge im Leben hervorheben und zu etwas Besonderem machen. Da wir diese Dinge oft nutzen, können sie uns viel Freude schenken, wenn sie uns ansprechen. Ein schöner Teller, eine schöne Teedose, niedliche Heftchen für Notizen. Ein/e jede/r hat natürlich ganz andere Vorstellungen davon. Manch eine/r mag es clean und nicht verspielt. Manch eine/r macht sich gar nichts daraus, auch in Ordnung. Hauptsache, es macht uns glücklich. Und das ist für mich der Dreh- und Angelpunkt im Leben. Auch hier gilt wie immer: Alle, wie sie mögen. 😊

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